Galerie Alte Schule Adlershof
Das Salzburg-Panorama
Das Salzburg-Panorama
Das Salzburg-Panorama
Das Salzburg-Panorama
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21.08.-19.09.2009
Das Salzburg-Panorama
Fünf Salzburger Künstler in Berlin
Otto Beck, Rupert Gredler, Karl Hartwig Kaltner, Michael Maislinger, Renate Wegenkittl

Begrüßung durch Frau Gabriele Schöttler, Bezirksbürgermeistern Berlin Treptow-Köpenick

Einführung: Petra Hornung, Kunsthistorikerin
Musik zur AE: Conny Bauer, Solokonzert Posaune

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 20.08.2009, 20.00 Uhr


Zur Ausstellung erscheint ein Katalog




Begehbares Salzburgpanorama als Kunstobjekt für Berlin

1829 schuf Johann Michael Sattler ein 26 Meter langes, zerlegbares Rundpanorama der Stadt Salzburg und zeigte es, quasi als einer der ersten Tourismuswerber, in deutschen und österreichischen Städten. Die Salzburger Künstler  Otto Beck, Rupert Gredler, Karl Hartwig Kaltner, Michael Maislinger und Renate Wegenkittl liefern nun die moderne Antwort auf dieses berühmte „Sattler-Panorama“: Sie arbeiten an einem 25 Meter langen und 2 Meter hohen Rundgemälde, das vom 21. August bis 19. September 2009 als Kunstobjekt im Kulturzentrum Adlershof in der Galerie in der Alten Schule zu sehen ist. Dann wird es in weitere Städte ziehen, fix sind derzeit Salzburg und Bonn.

Sattler lieferte ein realistisches Bild Salzburgs. Dieses moderne Panorama unterliegt dagegen der freien Interpretation der „Salzburg Wahrnehmung“ der fünf Künstler. Zentraler Blickpunkt sind vier ausgewählte Salzburg-Persönlichkeiten mit starkem Berlinbezug: Max Reinhard, Stefan Zweig, Herbert von Karajan und Leopold Kohr. Eigenständiges Arbeiten ( Schaffung von Portraits, Einarbeiten von Texten ) ist ebenso gefordert, wie Teamarbeit. Die unterschiedlichen Bildsprachen der Künstler gehen im Rund ineinander über und erzeugen ganz spezielle Kommunikationsmuster.

Das Panorama mit einem Durchmesser von 8 Metern ist begehbar. Es wird zerlegt angeliefert und von den KünstlerInnen selbst aufgebaut. Für den Betrachter ist nachvollziehbar, wie das Gemeinschaftswerk entstanden ist – durch ausgestellte Skizzen, Zeichnungen und während des Arbeitsprozesses fotografierter „Zustandsbilder“. Das Bauen des Gestelles, das Aufspannen, das Zerlegen, das Reisen nach Berlin, das Aufbauen – all dies ist ebenso Teil des Ausstellungskonzeptes. Es spiegle, so Berlin-Initiator Rupert Gredler, die Situation der in Salzburg tätigen KünstlerInnen (ihre Zuständigkeit für alle Prozesse) wider.

Parallel zur Ausstellung zeigt man in angrenzenden Räumlichkeiten ausgewählte Werke der fünf Salzburger KünstlerInnen. Großformatige, realistische Figurenbilder und Portraits, sowie eine grelle und dramatische Malweise gehören zu Rupert Gredlers Bildsprache. Kunst und Performance im öffentlichen Raum einerseits und die reflexive Arbeit im Atelier andererseits ergeben das Spannungsfeld, indem sich der Maler Otto Beck befindet. Karl Hartwig Kaltners Bilder spüren menschliche Entwicklungen mit Feingefühl auf. Michael Maislingers bunte Farbkraft enthüllt bei näherer Betrachtung kritische, sarkastische Reflexionen des Zeitgeschehens. Renate Wegenkittl malt Gegenständliches, oft auch Banales als Transportmittel für gelebte Empfindungen. 
(Christine Schweinöster)